Gute Biere brauchen gute Rohstoffe.
Bier, wie wir es herstellen, ist ein Naturprodukt.
Und wie alles, was nicht nach immergleichen Industriestandards hergestellt werden kann, ist es abhängig von der Qualität seiner Rohstoffe.
Daher legen wir größten Wert auf die Auswahl unserer Zutaten, die nicht nur schmecken, sondern auch von verlässlichen Partnern in Deutschland produziert werden.
ZUTAT NR. 1
Malz
Wusstet ihr, dass die vollständige Berufsbezeichnung eines Brauers eigentlich „Brauer und Mälzer“ lautet? Das ist ein bisschen so, als wäre der Bäcker auch gleichzeitig der Müller und eigentlich finden wir das ziemlich cool: So lernt nämlich jeder Brauer-Azubi seinen wichtigsten Grundstoff direkt von der Pike auf kennen. Denn: ohne Malz kein Bier!
Malz lässt sich aus vielen Getreidesorten herstellen, für die westliche Bierherstellung spielen aber im wesentlichen nur Gerste – die findest du in jedem Bier – und Weizen eine entscheidende Rolle.
Für besondere Craftbier-Sude haben wir aber auch schon aus Roggen, Hafer, Reis und Emmer gebraut!
Zur Herstellung von Malz werden Getreidekörner kontrolliert zum Keimen gebracht. Bevor aus dem Keim eine neue Pflanze entstehen kann, wird der Keim entfernt und das Korn anschließend gedarrt (sprich: getrocknet). Die Dauer und Temperatur dieses Vorgangs beeinflussen das Aroma und die Farbe des fertigen Malzes. Hierdurch haben wir verschiedene Malze für verschiedene Biere zur Verfügung, beispielsweise das helle Pilsener Malz für Pils oder das dunkle Münchener Malz für Biere wie unser Vorder. Spezial-Malze bringen außerdem besonders intensive Aromen wie Schokolade, Karamell oder Kaffee, die gerne für besondere Sude verwendet werden.


ZUTAT NR. 2
Hopfen
Humulus lupulus
Was klingt wie ein Zauberspruch aus einem Fantasy-Roman, ist der botanische Name für das Gewächs, das mit seiner auffälligen Dolde symbolisch für Bier steht wie kein Zweites: Der Hopfen.
Der Hopfen gehört zu den Cannabis-Gewächsen und gibt mit seinem charakteristischen Aroma vielen Bierstilen ihren unverwechselbaren Geschmack. Durch die vielen enthaltenen Bitterstoffe leistet er gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zur Haltbarkeit der Biere.
Heutzutage kennt die Bierwelt nicht mehr „den einen“ Hopfen, sondern eine Vielzahl unterschiedlicher Sorten, die alle ihre ganz eigenen Aromaprofile und Intensitäten der Bittere mitbringen. Die Range an Aromen reicht von Zitrus- über Beeren- bis hin zu Kräuternoten und trägt zu der bierigen Geschmacksvielfalt bei, die viele Liebhaber schätzen.
Für unsere Vormann-Biere verwenden wir verschiedene Hopfensorten aus den Anbaugebieten im Süden Deutschlands. Zum Einsatz kommen bei uns klassischer Dolden-Hopfen sowie Hopfenpellets.
ZUTAT NR. 3
Hefe
Das Deutsche Reinheitsgebot spricht doch nur von Wasser, Hopfen & Malz- wieso ist denn dann heutzutage in jedem Bier Hefe?
Ganz einfach: Sie war immer schon da. Doch als das Reinheitsgebot 1516 vom bayrischen Herzog Wilhelm IV. erlassen wurde, wussten die Leute schlichtweg noch nicht von ihr. Die Gärung entstand meist zufällig durch wilde Hefen aus der Luft- für die Menschen damals unsichtbare Pilzsporen, die auf wundersame Weise den Zucker in ihrer ungenießbaren und leicht verderblichen Gersten-Plörre zu Alkohol umgewandelt haben.
Heute wissen wir es besser. Durch die gezielte Zugabe bestimmter Hefe-Mengen und -Arten, können wir nicht nur den Alkoholgehalt und die Restsüße eines Bieres steuern, sondern auch den Geschmack eines Bieres beeinflussen. Ist euch zum Beispiel schon der bananig-fruchtige Geschmack unseres Weizenbiers aufgefallen? Den beschert uns der Geschmacksstoff Isoamylacetat, den der von uns verwendete Hefestamm – genau wie eine echte Banane – besonders gerne produziert.


ZUTAT NR. 4
Wasser
Ungefähr 80-90% eines Biers sind Wasser. Naheliegend, dass dieser, zwar geschmacksarme aber mit seinen gelösten Salzen doch ziemlich komplexe, Rohstoff auch ordentliche Auswirkungen auf das Gesamtergebnis hat.
Früher hat das Wasser die Biersorten gestaltet: Während zum Beispiel das Dortmunder Wasser wenig Bitterstoffe binden konnte, wurden in Gegenden mit anderer Wasserqualität ausschließlich sehr bittere, herbe Biere wie das Pilsener gebraut. Heute hat die moderne Wasserchemie Einzug in die Brauereien gehalten und so kann man aus fast jedem Stadtwasser Brauwasser machen.
Wir im Hagener Süden haben das Glück, Zugang zu einer eigenen Quelle mit hervorragendem Dahler Bergwasser zu haben, das in seiner Beschaffenheit bestens als Brauwasser geeignet ist und nicht erst aufwändig und energieintensiv aufbereitet werden muss.
